Der Klimawandel ist die größte Herausforderung für die Menschheit seit dem Ende der Eiszeit. Spätestens mit dem klaren und einstimmigen Votum aller 197 Staaten anlässlich der Weltklimakonferenz in Paris ist klar, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt, und dass wir dringend die durchschnittliche Erhöhung der Temperatur auf unter 2 Grad Celsius begrenzen müssen.

 

Dabei kommt der Wirtschaft die entscheidende Rolle zu. Es gilt, Verantwortung zu übernehmen, indem man seine Emissionen erfasst, diese Emissionen reduziert (Energieeffizienz, erneuerbare Energien etc.) und die verbleibenden Emissionen durch den Kauf von Klimazertifikaten kompensiert. Dabei dienen diese Zertifikate dazu, Projekte zum Klimaschutz in Entwicklungs- und Schwellenländern finanziell zu unterstützen. Der Weltklimarat hat schlüssig dargelegt, dass die Vermeidung von Emissionen nur 0,6 % der jährlichen Wertschöpfung kostet, während die Beseitigung der Schäden bei einem Weiter-wie-bisher ein Vielfaches an Kosten verursacht.

 

Wir von der „Frank’s Naturprodukte GmbH“ sind uns der besonderen Verantwortung als Unternehmen gegenüber kommenden Generationen bewusst und haben entsprechend gehandelt. Wir haben bereits eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um unsere Emissionen zu begrenzen. Nun haben wir unsere restlichen Klimabelastungen von der „Fokus Zukunft GmbH & Co. KG“ berechnen lassen. Dabei wurden nicht nur unsere Firmenemissionen, sondern auch jene unserer Vorprodukte (Kürbiskerne, Transporte, Verpackung etc.) ermittelt. Auf Basis der vorliegenden aktuellen Daten beträgt der Fußabdruck unseres Unternehmens ca. 1.200 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr. Davon entstehen 1.130 Tonnen durch unser Produkt. Wir haben bereits weitere Schritte zur Reduzierung eingeleitet und uns für die kommenden Jahre – z.B. mit der Steigerung des Anteils von Kürbiskernen aus biologischer Landwirtschaft – ehrgeizige Ziele gesetzt.

 

Ein Gelingen der Emissionsverminderungen und des Ausbaus erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern hängt ganz wesentlich von dem freiwilligen und konsequenten Handeln der Wirtschaft in den Industrieländern ab. So sind auch wir bereit, Verantwortung für die Welt zu übernehmen, die wir unseren Kindern und Enkelkindern überlassen.

 

Treibhausgase verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre. Deshalb ist es sinnvoll, die Emissionen dort zu vermeiden, wo die Kosten am geringsten sind.  Zudem tragen Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern zur Verbesserung der ökonomischen, sozialen und ökologischen Situation bei. Für Schwellen- und Entwicklungsländer ist der Emissionshandel ein wesentlicher Treiber für den Transfer sauberer Technologien und einer nachhaltig ausgerichteten wirtschaftlichen Entwicklung.

 

Deshalb haben wir uns entschlossen, durch den Kauf von 2.400 Zertifikaten die Emissionen unseres Unternehmens und unserer Produkte schon heute für den Zeitraum von 2017-2018 zu kompensieren. Zur Veranschaulichung: Jeder Bürger verursacht pro Jahr durchschnittlich etwa 10 Tonnen CO2 durch seine Lebensführung. Die ausgeglichene Menge des Treibhausgases CO2 entspricht damit den Treibhausgasen, die etwa 240 Einwohner Österreichs in einem Jahr verursachen.

 

Damit ist die „Frank’s Naturprodukte GmbH“ eines der ersten Unternehmen in Österreich, das seine Emissionen nach dem Kyoto-Protocol kompensiert. Zudem sind wir nach unseren Ermittlungen die erste Ölmühle, die ihren Kunden klimaneutrales Kürbiskernöl anbietet.

Unsere Kürbiskerne sind in ihrem Wachstum gleichermaßen auf Sonnenenergie und Wasser angewiesen. Deshalb haben wir uns entschieden, Projekte dieser Technologien in drei Erdteilen finanziell zu unterstützen, und zwar: Fotovoltaik in Indien sowie Wasserenergie in Guatemala, Uganda und China. Es war uns besonders wichtig, ausschließlich Klimaschutzprojekte unter der Hoheit der Vereinten Nationen auszuwählen, die zudem von europäischen Unternehmen validiert sind.

Im Konkreten handelt es sich um folgende Projekte:

 

Abschließend noch ein paar Definitionen, die im Zusammenhang mit dem Begriff „Klimaneutralität“ stehen:

  • Was ist ein CO2-Fußabruck bzw. ein Carbon Footprint?

Der CO2-Fußabdruck ist ein Maß für die Menge an Treibhausgasen (gemessen in CO₂-Äquivalenten), die direkt und indirekt, durch eine Aktivität eines Einzelnen, eines Unternehmens, einer Organisation oder eines Produkts entsteht. Er bezieht dabei die entstehenden Emissionen von  Rohstoffen, Produktion, Transport, Handel, Nutzung, Recycling und Entsorgung ein. Der Grundgedanke des CO2-Fußabdrucks bzw. Carbon Footprints ist es demnach, eine Grundlage zu schaffen, auf der Einflüsse auf das Klima gemessen, bewertet und verglichen werden können. Dadurch können notwendige Minderungspotentiale erkannt, Maßnahmen erarbeitet und deren Wirksamkeit bewertet werden.

  • Was ist der Klimawandel und welche Folgen hat er?

Der Klimawandel ist nicht nur eine Umweltfrage, wie zu viele Menschen immer noch glauben, sondern er ist eine allumfassende Bedrohung, da er die Produktions- und Lebensbedingungen stark verändern wird. Verantwortlich für den Klimawandel sind Treibhausgasemissionen, die seit Beginn der Industrialisierung in großen Mengen in die Atmosphäre ausgestoßen werden. Ursächlich sind vor allem die Verbrennung von fossilen Kraftstoffen wir Kohle, Gas und Öl. In der Folge erwärmte sich die Erde bereits um etwa 1,2 Grad Celsius. Der Weltklimarat schätzt, dass sich die Oberflächentemperatur der Erde bis Ende des Jahrhunderts um durchschnittlich weitere 4 Grad Celsius erwärmen wird, wenn wir nicht entschlossen handeln. Die Weltgemeinschaft hat sich darauf geeinigt, dass eine Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius beschränkt werden muss, um katastrophale Folgen zu verhindern. Die Folgen des Klimawandels sind  weitreichend und beeinflussen die Ökosysteme, die Wirtschaft und die Gesundheit durch Temperaturextreme und eine Veränderung der Niederschlagsmuster. Eine weitere Auswirkung des Klimawandels ist der Anstieg des Meeresspiegels, da sich das Wasser bei Erwärmung ausdehnt und zudem, bedingt durch das Abschmelzen der Gletscher und Eisschilde, eine größere Menge an Wasser in die Meere fließt. Nicht alle Regionen sind vom Klimawandel gleichermaßen betroffen. Besonders gefährdet sind Küstengebiete und arme Regionen, die nur geringe Möglichkeiten haben, sich an Auswirkungen wie z.B. vermehrter Trockenheit oder starke Regenfälle und Fluten anzupassen. Die Folge ist eine verstärkte Armut und Migration in solchen Gebieten.

  • Was können wir gegen den Klimawandel tun?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Klimawandel einzudämmen. Die wichtigsten Maßnahmen sind:

1. Vermeidung von Treibhausgasemissionen durch maximale Energie- und Materialeffizienz, Veränderung der Konsumgewohnheiten, Bezug von regionalen Waren und regionale Wertschöpfungsketten;

 

2. Energieerzeugung aus nachhaltigen Erneuerbaren Energiequellen (Wind, Wasser, Sonne) anstelle von fossilen Energieträgern;

 

3. Reduzierung von Treibhausgasen in der Atmosphäre durch sogenannte Kohlenstoffsenken. Hier wird CO2 aus der Luft beispielweise in Form von Biomasse oder in Böden gespeichert.

  

Weitere Informationen finden Sie beispielsweise unter: http://www.fokus-zukunft.com/